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Traumdeutung

Traumdeutung

Jeder Mensch träumt im Schlaf und etwa vier Fünftel von uns erinnern sich nach dem Aufwachen an ihre Träume, die oft als verschlüsselte Botschaften betrachtet werden. Der Traum gilt als Spiegel unserer geheimen oder unterdrückten Wünsche und Ängste. Durch den Traum bahnt sich aber auch die persönliche Intuition, die gerne auch als „Bauchgefühl“ bezeichnet wird, ihren Weg aus den Tiefen des Unterbewusstseins an die Oberfläche.



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Was versteht man unter Traumdeutung?

Traumdeutung

Jeder Mensch träumt im Schlaf und etwa vier Fünftel von uns erinnern sich nach dem Aufwachen an ihre Träume, die oft als verschlüsselte Botschaften betrachtet werden. Der Traum gilt als Spiegel unserer geheimen oder unterdrückten Wünsche und Ängste. Durch den Traum bahnt sich aber auch die persönliche Intuition, die gerne auch als „Bauchgefühl“ bezeichnet wird, ihren Weg aus den Tiefen des Unterbewusstseins an die Oberfläche.

Im Glauben an den Orakel- und Weissagungscharakter der Träume, richteten sich sowohl Propheten als auch große Feldherrn und mächtige Herrscher nach den Botschaften aus ihrem Inneren oder befragten der Traumdeutung kundige Menschen. Nicht wenige Naturvölker glauben sogar, dass die Seele den Körper während des Schlafes verlässt: Die Massai in Ostafrika glauben sogar, dass ihr Geist nicht mehr in den Körper zurückfindet, wenn sie abrupt geweckt werden. Aus demselben Grund schützen sich die Fellachen Ägyptens in der Nacht mit einem Turban vor dem Verlust ihrer Seele.

Trotz des hohen Stellenwertes, den viele Kulturen dem Traum beimessen, ist er bis in unsere Tage kein eindeutig erklärtes oder erklärbares Phänomen. Mit wissenschaftlichen Methoden nähert sich die Traumdeutung oder Oneirologie diesem Thema – das Wort Oneirologie stammt aus dem Altgriechischen und heißt einfach „Traum“. Den Anfang machte der Psychoanalytiker Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine Psychoanalyse erstreckt sich auf nahezu alle Bereiche des Kulturlebens und beeinflusst damit auch die Traumdeutung, in der er den wichtigsten Weg zum Verständnis des Lebens sah. Freud kam zu dem Schluss, man würde sich selbst nur verstehen, wenn man auch verstehe, was das Unterbewusstsein einem sagen wolle. Sein im Jahr 1900 erschienenes Buch „Die Traumdeutung“ wurde zum Grundpfeiler der Psychoanalyse.

Ein weiterer großer Wissenschaftler in Sachen Traumdeutung ist der Psychiater Carl Gustav Jung, der zahlreiche Studien über Traumdeutung und Psychoanalyse verfasste. Auch Jung betrachtet die Träume als Weg zum Unterbewussten, doch anders als Freud sieht er die Wurzel der Träume nicht ausschließlich im Sexualtrieb, sondern kann sich auch eine andere Form der Traumdeutung vorstellen: Für C.G. Jung besteht die zentrale Aussage eines Traums in dessen tatsächlicher Form und nicht in einer Verkleidung, hinter welcher sich der wahrer Sinn versteckt. So kam es zwar zu einer mehrjährigen Freundschaft zwischen den beiden Kapazitäten, die jedoch an fachlichen Differenzen – auch zum Thema Traumdeutung – zerbrach.

Sieht man von diesen unterschiedlichen Denkschulen ab, so hat die Traumdeutung aber noch wesentlich mehr unterschiedliche Facetten. Die Interpretation der im Schlaf erlebten Bilder bedarf daher großer Erfahrung, denn die Traumdeutung ist ebenso mannigfaltig wie die Träume selbst. Erst eine genaue Kenntnis der Persönlichkeit und Lebensumstände des Betroffenen lässt eine exakte Traumdeutung zu.

Vor der Traumdeutung steht daher eine Menge „Traumarbeit“, die es gestattet, die im Unbewusstsein verborgenen Gefühle ins Bewusstsein der jeweiligen Person überzuführen. Sehr bewährt hat sich für eine effiziente Traumdeutung das Führen eines Traumtagebuches, in dem man alle seine Träume aufschreibt. Dies erleichtert es Fachleuten, den Emotionen auf den Grund zu gehen und mittels Traumdeutung von den verborgenen Schätzen des Unbewussten zu profitieren.