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Traumdeutung




Platzangst

Assoziation: Angst vor großen oder auch engen Plätzen, Panik, Beklemmnis, Klaustrophobie

Platzangst ist ein Begriff, der in der Psychologie Anwendung findet. Allgemein verwendet man dieses Wort genau dem Gegenteil entsprechend, nämlich die Angst vor geschlossenen, engen Räumen, was eigentlich von der Wissenschaft als Klaustrophobie bezeichnet wird. Dies zeigt sich in der Angst vorm Eingesperrtsein und sich nicht befreien können. Die Auswirkungen von solchen Paniken können das Leben des Betroffenen enorm begrenzen und hemmen.

Manche solcher Personen meiden aus Raumangst Orte wie enge Fahrstühle und bevorzugen die Treppen zu nehmen oder halten sich von überfüllten Bussen und Menschenmengen aller Art fern. Oder auch die Fahrt durch einen Tunnel kann ein Auslöser für panische Zustände dieser Art sein. So kann man einige Angstreaktionen umgehen aber nicht alle können sich damit arrangieren. Andere sind in Behandlung einer Verhaltenstherapie oder bekommen sogar Medikamente dagegen verabreicht.

Bekommt man es mit einer panischen Angstreaktion im Traum aus diesem Grunde zu tun, kann es ein Gefühl für die Betreffenden sein, tausend Tode zu sterben. Wahrscheinlich verspürt der Träumer sogar Atemnot im Traum. Aus diesem Alptraum erwacht man höchstwahrscheinlich schweißgebadet. Dem Träumenden wird geraten, sich im Leben mit Einschränkung auseinanderzusetzen.

Allgemeine Traumdeutung

Die Platzangst repräsentiert der allgemeinen Traumdeutung entsprechend das Gefühl der Beengung. Dieser Traum verweist auf ein Ausbleiben von geeigneten Gelegenheiten zur Selbstentwicklung. Der Träumer unternimmt den Versuch aus dieser Situation zu entkommen, was für das wirkliche Leben des Betreffenden versinnbildlicht, dass er bestrebt ist, sich aus einer sehr verzwicktenLage zu befreien und somit die erlösende Veränderung eintreten kann. Der Platzangst-Traum spiegelt den Energie- und Kraftaufwand wider, die ein Wandel auf allen Ebenen fordert.

Befindet man sich in einer großen Ansammlung von Menschen und fühlt man sich eingezwängt und panisch, gilt dies als Anzeichen für ein begrenztes Wahrnehmungspotenzial. Dieses Traumbild repräsentiert auch den Hinweis darauf, dass der Betroffene gut beraten ist seinen Horizont zu vergrößern und Eigenheiten wie Ignoranz und Arroganz, die aus einem engen geistigen Blickwinkel entspringen, aufzulösen.



Psychologische Traumdeutung

"Platzangst" veranschaulicht in der psychologischen Traumdeutung einen inneren Konflikt und Widerstand. Ein Persönlichkeitsanteil des Träumenden drängt nach Akzeptanz und Annahme und möchte nicht weiter verdrängt werden. Der einengende Raum versinnbildlicht diese innere Begrenzung, wo man kaum noch Luft holen kann.

Unterdrückte Ängste, traumatische Ereignisse und dergleichen können durch dieses Traumbild an die Oberfläche des Bewusstseins kommen. Dieser Traum der Platzangst dient als Hilfeschrei, der aus dem Unterbewussten zum Ausdruck kommt und zur aufrichtigen Konfrontation mit versteckten Aspekten auffordert.

Engegefühle in großen Menschenmassen vermitteln den Hinweis, dass der Träumer von Unsicherheit geplagt ist bzw. eine instabile Persönlichkeit hat. Er fürchtet im sozialen Umfeld vor anderen bloßgestellt zu werden. Andererseits kann dieses Traumsymbol auch darauf verweisen, dass der Betroffene Angst hat von vielen Menschen umgeben zu sein. Deswegen ist er lieber allein, meidet Großveranstaltungen, hat alles unter Kontrolle und schafft sich seinen Freiraum im eigenen Ermessen.

Ereilt einem panische Angst, wenn man sich in einem Lift oder Tunnel aufhält, spiegelt sich laut der psychologischen Deutung eine nicht auf die leichte Schulter zu nehmende wirkliche Platzphobie und sich im Hinblick dessen in eine Behandlung zugeben wäre sicher positiv zu bewerten.



Spirituelle Traumdeutung

Die spirituelle Auslegung fordert den Träumer beim Traumbild von der Platzangst zu Selbstdisziplin auf. Dies dient dem Betreffenden als Stütze die Richtung fokussiert beizubehalten und am Ball zu bleiben. Die auftretende Phobie im Traum symbolisiert die mentalen Barrieren und Widerstände, die der Träumer bewältigen sollte.