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Traumdeutung




Tiger

Assoziation: Anmut, machtvoll, Urtriebe, Lebenskraft, Durchsetzungsvermögen

Zu den gefährlichen Raubkatzen des Dschungels zählen sicherlich die Tiger, die auch dem Menschen als Futter nicht verschmähen würden. Mit seinen starken Krallen und großen Pranken, scharfen Reißzähnen und kräftigen Kiefer. Die schöne gestreifte Fellbemalung dient ihn als perfekte Tarnung, um sie seiner Beute annähern zu können. Der Tiger hält sich am liebsten im Dschungel, in Sumpfgebieten und Grasländern auf.

Leider wird er selbst oft zum Gejagten von so manchen Wilderern und ist somit bedroht vor dem Aussterben. Es gibt nur noch wenige überlebende Tigerarten in freier Wildbahn in Kambodscha, Laos, Vietnam, Thailand, China, Indien, Nepal und Russland. Sehr bekannt ist der Sumatra-Tiger, der als König unter den Tigern gilt, wenig zahlreich kommt heutzutage ebenfalls der sibirische Tiger in der Natur vor. Neben dem kaspischen Tiger sind viele andere Exemplare um 1950 herum ausgestorben.

Live kennen wir diese schönen und anmutigen Geschöpfe meist nur aus dem Zoo oder aus dem Zirkus. In einigen Nationalparks werden Tiger gezüchtet um der Rasse eine Chance zumÜberleben zu geben und nicht ausgerottet zu werden. In einigen Zoos und Nationalparks wird diese Tierart gezüchtet, um sie vor dem Aussterben zu bewahren.

Sie sind schon faszinierende und mächtige Raubtiere, denen man Respekt zollt. Ihre Art sich zu bewegen bringt eine ganz eigene Eleganz mit sich.

Wenn ein Tiger im Traumgeschehen heranschleicht, muss damit nicht unmittelbar eine Gefahr in Zusammenhang stehen. Es besteht außerdem auch die Möglichkeit, dass im Traum ein Tiger als Plüschtier auftaucht, was mit Kindheitsereignissen verbunden werden kann.

Das Traumbild des Tigers repräsentiert eine tief greifende Symbolik. Erfahren Sie mehr im folgenden Text, warum und in welcher Verbindung er der Traumforschung nach, oftmals im Traum entdeckt wird.

Ein Tiger-Kätzchen bekommt sein Erbe von seinen Eltern von Geburt an mit, sowie auch diese anmutige Schönheit. Sie wirken als Babys recht süß und harmlos, doch mit erhöhten Alter, wenn sie ausgewachsen sind, ist nicht zu spaßen mit ihnen, besonders nicht, wenn sie hungrig sind. Etwas Abstand könnte für uns Menschen gesund und lebensrettend sein.

Ein junges Tigerbaby repräsentiert das wärmende Gefühl der mütterlichen oder väterlichen Fürsorge bezüglich des Träumers, sowie es eine Tigermutter bei ihrem Baby hat. Vielleicht fühlt man sich auch zu einem Neuankömmling im näheren Umkreis hingezogen bzw. man sucht gerne die Nähe von Neugeborenen auf. Es scheint, als liebt der Betroffene die Atmosphäre der kindlichen Unschuld, Verspieltheit und Unbeschwertheit.

Die psychoanalytische Ansichtsweise deutet durch das geträumte Tiger-Junge auf unterdrückte sexuelle Triebe und Aggression hin. Demnach versinnbildlicht das kleine Traumtier, solange es in dieser Babygröße bleibt, dass animalische Begierden gut unter Kontrolle sind.

Ein Tiger als Freund, wie wunderbar, wenn man in verzwickte Situationen kommt und attackiert wird, hat man seinen vierbeinigen Bodyguard gleich zur Seite. Ohne Angst gefressen zu werden kann man sich in das samtig weiche Fell kuscheln oder verspielt mit ihm in der Wiese herumtollen. Hat man einen gezähmten Tiger im Traum als Haustier, ist man vielleicht um eine bestimmte Person näherer Umgebung besorgt und möchte sich mehr um diese kümmern.

Streichelt man einen Tiger in der Traumhandlung veranschaulicht dies, dass man mit einer aggressiven Person in Konflikt gerät. Das Liebkosen und Streicheln des Tigers signalisiert, dass man mit diesemStreitsuchenden Menschen lieber nicht in Kontakt kommt bzw. eine Auseinandersetzung mit ihm umgehen will. Anders vermittelt dieser Traum, sich gegen die eigene Lust zu wehren und seine Begierden nicht auszuleben oder aber auf jeden Fall die Auseinandersetzung mit den eigenen Trieben.

Ein wütender Tiger der wild geworden hinter einem herläuft, das kann schon was. Dies ist wohl alles andere als ein erfreuliches Ereignis, selbst im Traum. Von einem Tiger gejagt zu werden, drückt Gefühle aus, die außerhalb des Kontrollradius liegen.

Wird der Traum-Tiger immer schneller und hat den Träumenden schon fast eingeholt, dient dies als Warnsymbol vor Rachegefühlen. Es könnte sich um eine Person handeln, die dem Schlafenden nicht wohlwollend zur Seite steht. Wenn man bei der Attacke des Tigers von ihm gebissen wird, verlautet dies laut Traumforschung, dass man sich nicht mit Leuten, die leicht aus der „Haut fahren“ einlassen sollte. Dieser Tigerbiss kann als Symbol des Gegenspielers im Geschäftsleben stehen.

In der realen Natur kommt ein weißer Tiger recht selten vor, doch im Traum kann der Albino Tiger häufiger gesichtet werden. Die Fellfarbe Weiß versinnbildlicht die Weiblichkeit und ihre Attribute. Auch werden Unschuld und Reinheit oftmals mit der Farbe Weiß in Verbindung gebracht.

Das weiße Fell des königlichen Tigers kann die gezähmte Triebhaftigkeit des jeweiligen Träumers widerspiegeln. Verletzlichkeit wäre ein anderer Aspekt, der durch das Weiß signalisiert, doch durch die Mächtigkeit des Raubtieres aufgehoben wird und somit beide Eigenschaften in Einklang bringt.

Allgemeine Traumdeutung

Der Tiger versinnbildlicht laut allgemeiner Auffassung die Beherrschung der Triebe und Urinstinkte, damit sie nicht unkontrollierbar werden oder an Übermacht gewinnen. Das verdeutlicht, dass dem Träumer geraten wird, den aktiven Kampf mit dem Tiger anzutreten. Wenn der Einfluss dieser Urtriebe überhandnimmt und der Träumer von diesem Einfluss gesteuert wird, kann das so mächtig werden, dass der Betreffende sich unbewusst zu unklugen Taten verleiten lässt.

Einen Tigerangriff im Traum beizuwohnen dient als Warnsymbol vor Umgang mit Menschen mit Rache und Neidgefühlen sowie hohes Aggressionspotenzial. Schafft es der Träumer im Traumgeschehen, den Tiger zu erlegen, dann steht er im Wachleben über den Dingen und muss sich vor schädlichen aggressiven Energien nicht fürchten. Sieht man den Tiger eingesperrt in einem Käfig, verheißt dies Gutes, denn der Träumer hat die Kraft und Stärke gegen seine Konkurrenz erfolgreich den Sieg davonzutragen.



Psychologische Traumdeutung

Diese Raubkatze steht in der psychologischen Traumanalyse auch mit der Triebhaftigkeit und den Begierden im Zusammenhang. Der Tiger ist seiner Gattung nach sehr Zielfokussiert und impulsiv in seinen Zügen, was die Eigenschaften des betreffenden Träumers widerspiegelt. Taucht ein Raubtier wie der Tiger auf Traumebene auf, dann veranschaulicht dies, dass die eigenen Begierden und Überhand nehmen werden, wenn der Betreffende nichts dagegen unternimmt. Die schlafende Person neigt dazu ungehaltene Emotionen wie einen Vulkan ausbrechen zu lassen und bald könnte das negative Auswirkungen auf ihn selbst haben. Ihm wird durch diesen Traum der Ratschlag gegeben sich mit den Wurzeln dieser scheinbar unbezwingbaren Übermacht auseinanderzusetzen.

Auch Leidenschaft und Lebenskraft stehen mit dem Tigersymbol in Verbindung. Doch auch diese Eigenheiten treten meist gebündelt mit Aggression auf. Ein gezähmter Tiger symbolisiert ein gutes Omen, denn die Macht der Triebgesteuertheit wird entschärft werden, weil sich der Träumer mit dem Urgrund dieser Ausbrüche beschäftigt hat und sie sich nun erlösen können.

Der Tiger kann über den Träumer darüber hinaus aussagen, dass er an einer Psychose leidet, die sich bis jetzt gut versteckt hat.

Erscheint der Tiger bei Frauen im Traum eher in Form einer schnurrenden und friedlichen Katze, repräsentiert das die Sehnsucht nach einer starken Liebe, Erotik und Sexualität. Dennoch steht dieses Begehren mit ängstlichen Gefühlen, dass man Trieben völlig ausgeliefert ist und keine Kontrolle darüber hat, in Verbindung.



Spirituelle Traumdeutung

Für die Spirituelle Interpretation versinnbildlicht der Tiger das Lebenselixier und eine durchsetzende Kraft, um den geistigen Pfad und seine egozentrischen Hindernisse zu überwinden.