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Traumdeutung




Clown

Assoziation: Witz, Komiker, Lachen, Spaßvogel, Zirkus, rote Nase, Maske

Taucht ein Clown im Traum auf, mag dies im ersten Moment gedanklich schon ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Sofort denkt man bei einem Zirkusclown an das Lachen, das von manchen Sorgen ablenken kann und daran erinnert, das Leben nicht zu ernst zu nehmen, sondern alles mit wenig mehr Humor zu betrachten. Dabei verrät sein Gesichtsausdruck manchmal diese bittersüße Freude, die das Leben durch alle Register zu bieten hat. Der Spaßvogel lehrt, das Leben nicht zu ernst zu nehmen und weist auf eine bittersüße Freude hin.

Seit eh und je in der Menschheitsgeschichte gibt es Komiker und Gaukler, die sehr gewitzt und gerissen den sogenannten „Schalk im Nacken“ sitzen haben.

Besonders bekannt schon aus dem 11. Jahrhundert ist der Harlekin in seinem bunten Kostüm, der durch pantomimische Performance, stumm also nur mit Gestik und Mimik die Welt zum Lachen bringt.

Die andere Seite des Clowns kennt man jedoch aus Horrorszenarien von Stephen King oder wurde auch in Albträumen erlebt. Unheimlich kann diese Maske mit dem schalkhaften, fast bösartig grimmigen Lachen wirken und verfolgt einem womöglich auch in den Träumen und verursachen Panik und Angst.

Was bedeutet es nun für die Traumdeutung, ein Schalkgesicht oder einen Missetäter in Form eines Clowns im Traum zu sehen?

Allgemeine Traumdeutung

Ein Clown verpflichtet sich dem Humor und ist für Unterhaltung und Spaß zuständig. Maskiert tritt er auf wie auch manche Zauberer und es kann darauf hingelenkt werden, dass man einen Blick unter die „Maske“ wirft, ob da eine unscheinbare andere Seite versteckt ist.

Die allgemeine Traumdeutung interpretiert hiermit, dass er seine darunterliegenden echten Gefühl verbirgt und nicht offenbaren will. Deswegen deutet der Clown als Traumfigur auch auf traurige Angelegenheiten hin. Es kann auch aussagen, dass der Träumende ausgetrickst wird.

Bei träumenden Frauen, die im Schlaf von einem Clown besucht werden, symbolisiert diese Traumfigur, dass sie niemanden zur Last fallen wollen. Sie verstecken ihre „dunkleren“ Seiten, indem sie sich so lieb und lustig wie nur möglich präsentieren, um unter keinen Umständen mit Liebesentzug bestraft werden. Im Traum selbst eine Spaßkanone zu mimen, kann auch bedeuten, dass man sich von seinen Freunden nicht verstanden fühlt und sogar Erniedrigung erfährt.

Ein böser Clown im Traum bezeichnet eventuell jemanden, den Sie für vertrauenswürdig halten, der aber ein falsches Spiel mit Ihnen treibt. Ein trauriger Clown beschreibt eine Person, in Ihrem nahen Umfeld, die Ihnen am Herzen liegt aber Ihre Absichten nicht ernst nimmt.

Dazumal wird in alten Büchern der Traumdeutung darauf verwiesen, dass der Clown eine bevorstehende Auszeichnung voraussagen kann. Ein stummer Clown im Traum symbolisiert Unsicherheiten des Träumers.



Psychologische Traumdeutung

Psychologisch betrachtet sieht die Traumdeutung den Clown nicht nur in Gestalt des Spaßmachers, sondern sieht sie eher als ein zwiespältiges Wesen an, die sich auf einer Gratwanderung zwischen Lachen und Weinen aufhält. Auch hier wird Unsicherheit interpretiert, da er durch die Maske sein darunter liegendes, „2. Gesicht“ kaschiert. Der Gaukler wird psychologisch als Symbol nicht gelebter Authentizität, Künstlichkeit oder auch Unehrlichkeit, sich selbst gegenüber interpretiert. Der Clown steht für den unterentwickelten gehemmten Anteil des Ichs, der Angst davor hat entblößt zu werden und sich wegen dieser Minderwertigkeitskomplexen vor anderen zum Narren zu machen.

Der Träumende befindet sich in einer depressiven Gefühlslage, worin es ihm nicht möglich ist, seine echten Gefühle zu zeigen. Die Handlungen des Schelms im Traum sollten genau beobachtet werden, alle Hinweise wahrhaft deuten zu können. Die Aufgabe, die es zu lernen gibt, besteht darin, jenseits der Maskerade und allen Tricks, wieder auf seine Intuition zuhören und seine echten Gefühle zulassen.



Spirituelle Traumdeutung

Auf der spirituellen Ebene wird angehalten, den Dualismus des Denkens zu verlassen, in dem wir uns „demaskieren“, ganz „nackt“ ohne Verstellung zu zeigen, andererseits winkt der Clown mit dem Zaunpfahls der Gelassenheit, darauf hinweisend, das Leben nicht zu verbissen spirituell zu nehmen.