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Traumdeutung




Zurückweisung

Assoziation: abgelehnt werden, nicht geliebt sein, mangelnder Selbstwert, nicht gut genug sein, Inakzeptanz

Erfährt man eine Zurückweisung sei es in einer Liebesangelegenheit, im Job, im Freundeskreis oder wo auch immer, dann ist dies etwas sehr Schmerzhaftes, was uns zutiefst treffen und sogar in einen Schock versetzen kann. Häufig liegt die Tatsache, warum wir uns zurückgewiesen fühlen, nicht offensichtlich auf der Hand. Es kann vielleicht rein subjektiv vom Betreffenden so wahrgenommen werden, doch vom Gegenüber gar nicht so gemeint. Objektiv und subjektiv unterscheiden sich in dieser Thematik grundsätzlich. Wir fühlen uns schlecht und eigentlich müsste es keinen Grund dafür geben.

Es gibt dann auch den Fall, dass wir mit ganz deutlichen Worten abgewiesen werden, egal ob gerechtfertigt oder ungerechtfertigt. Dies könnte im Zusammenhang mit dem Gefühl des Versagens und der Unfähigkeit zu tun haben. Doch man ist nicht Everybody's Darling bzw. wird nicht von allen gemocht und geliebt, der Aspekt des Zurückgewiesen Werdens gehört zu den Höhen und Tiefen des Lebens dazu. Wir sollten lernen damit umzugehen und prinzipiell unempfindlicher für Äußerungen und Handlungen von anderen zu werden, was in weiterer Folge heißt, zu mehr innerlicher psychologischer Unabhängigkeit zu gelangen.

Was meint die Traumforschung wohl zum Symbol „Zurückweisung“?

Allgemeine Traumdeutung

Nicht nur eine Zurückweisung im realen Leben, sondern auch im Traumerleben fühlt sich unangenehm an. Dieses Traumbild könnte mit einer wirklichen Situation aus dem Alltag, wo man abgelehnt wurde, im Zusammenhang stehen und wird durch diesen Traum widergespiegelt. Der Träumer hat anscheinend dieses Ereignis noch nicht verdaut und wird dadurch noch mal mit ihm auf der Traumebene konfrontiert.

Für eine konkrete Traumanalyse ist es von Vorteil die genaue Traumsituation Revue passieren zu lassen, um zu erfassen welche Gefühle begleitend aufgetreten sind, welche Personen mitspielten und welche sonstigen Objekte oder Geschehnisse noch zu sehen waren. Eine Person, von der wir Zurückweisung erfahren, kann auch signalisieren welche Eigenschaften wir in uns ablehnen oder wovon wir uns entfernen wollen. Es gilt herauszufinden ob dieses Verhalten sinnreich ist. Meist dient die Akzeptanz dieser Aspekte zur Auflösung und Befreiung.

Andererseits dient es der geistigen Gesundheit sich im Klaren zu sein, welche Bereiche im Außen Abgrenzung benötigen.

Wird man im realen Leben von einer nahestehenden Person zurückgewiesen, dient dies meist nur als Symbol, dass eine Besorgnis präsent ist. Wenn man tiefe Gefühle für diese Person hegt, wünscht man sich auch deren Liebe und Zuneigung. Durch diese Gefühle können Ängste hervortreten, dass man nicht genug ist und abgewiesen wird oder dass man diese Person gar verliert. Dieses Traumsymbol dient als Aufforderung an den Träumenden die eigentliche Basis der eigenen Beziehung zu durchleuchten.



Psychologische Traumdeutung

Auf der psychologischen Ebene drücken Träume von einer Zurückweisung eine Konfrontation mit dem eigenen Ich-Themen im Unbewussten aus. Es kommt darauf an welchen Umgang der Träumer im Traum mit der Situation gefunden hat. Wie hat sich diese Zurückweisung im Traum genau abgespielt? Hat man dem Ganzen standgehalten wie ein Fels in der Brandung? Oder aber ist man in Selbstmitleid versunken? Dies ist meist sehr aufschlussreich für eine deutliche Traumaussage für den Betreffenden.

Häufig stehen verfälschte Wahrnehmungen, Überzeugungen und Einstellungen im Weg und vermitteln uns das Gefühl der Abweisung. Wir haben ein falsche Selbstbild, indem wir glauben nicht schön, intelligent oder schlank genug zu. Es ist als würden wir unbewusst um Bestätigungen für unsere Annahme bitten! Dies ist mit dem Ausdruck „Gesetz der Anziehung“ gemeint.

Hiermit wird er Rat an den Betreffenden herangetragen, einengende Konzepte und Glaubenssätze über sich selbst auszuforschen und sich davon bewusst zu lösen.



Spirituelle Traumdeutung

Für die spirituelle Traumanalyse steht das Traumsymbol der Zurückweisung für Verweigerung der eigenen spirituellen Wesensaspekte. Dieses Traumbild soll ihn auffordern nicht nur dem rationalen Denken Gewicht beizumessen, sondern auch den inneren geistigen Bereichen Aufmerksamkeit zu schenken. Alles gehört zu der einen Existenz und nichts muss abgelehnt oder abgetrennt sein. Alles hat seine Daseinsberechtigung.