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Traumdeutung




Kojote

Assoziation: Steppenwolf, Raubtier, schneller Jäger, Rudeltier, Hinterlist, Ausdauer

Der Kojote oder wie er sich noch nennt, Steppenwolf, zählt zu der Gattung der Hunde. Dieses Raubtier weist sehr viel Ähnlichkeit zum Wolf auf, aber im Gegensatz zu ihm ist der Kojote ein Rudeltier und im Körpergewichtsvergleich ist er sehr viel leichter. Er besitzt eine Körperlänge von einem Meter und wiegt zwischen 10 und 15 Kilo und im Verhältnis dazu einen recht auffälligen buschigen Schwanz, außerdem mit dem Hund verwandt, auch einen gut ausgeprägten Geruchssinn. Er kommt in Nordamerika zum Vorschein und lebt meist bis zur Partnerfindung allein, aber wenn er einen findet, trennen sie sich meist ein Leben lang nicht.

Der Lebensraum des Kojoten ist der nordamerikanische Kontinent. Er kann große Ausdauer aufweisen und läuft bis zu 65 km/h.

Obwohl er sich dem Menschen gegenüber nichts zuschulden kommen lässt, benutzen wir den Begriff „Kojoten“ oft als Bezeichnung für jemanden, der ein Halunke ist und Böses im Schilde führt oder charakterlich unmoralisch handelt.

Vielleicht rührt dies daher, da er sich gerne in Siedlungsnähe aufhält und unsere Haustiere auch gerne zum Verzehr schätzt. Auf seinem Menüplan stehen Hühner, Hunde und Katzen, aber auch Mäuse, Hasen und Schlangen.

Meist begegnet man einem Kojoten nicht Auge und Auge,dennoch kann er in unseren Träumen sein Unwesen treiben. Reflektieren Sie, wie die Traumsituation mit dem Kojoten genau aussah, da auch die Details für eine genaue Interpretation nützlich sein können.

Vielleicht ist man sich nach dem Aufwachen nicht sicher, ob ein Kojote oder ein Hund durch unseren Traum gejagt ist, oder aber es handelt sich um ein Mischwesen, das halb Hund und halb Kojote war. Was man den Raubtieren als Bedeutung grundsätzlich in Träumen beimisst ist, dass sie als Symbol für TRIEBE stehen. Zwar versinnbildlicht der Hund eine balancierte Gefühlswelt, jedoch steht der Kojote für Zwiespältigkeit und Verspieltheit. Eine Mischung von beiden deutet auch einen inneren Konflikt hin. Dieser Traum regt zur Vereinigung beider Pole an.

Ein weißer Kojote als Traumbild besitzt starke symbolische Aussagekraft. Die Farbe Weiß deutet hier auf Verletzlichkeit des Träumers hin. Es kann sein, dass das Gemüt des Betroffenen oft von Enttäuschungen getrübt und von schweren Schicksalsschlägen getroffen wurde. Deswegen hat er sich zur Gewohnheit gemacht, listige Ideen und Tricks anzuwenden, um voranzukommen. Wenn der weiße Kojote im Traum auftaucht, dient dies als Warnung, Verhalten und Handlungsweisen im sozialen Umfeld eingehender zu reflektieren und zu durchleuchten.

Das Baby eines Kojoten verdeutlicht, dass es einen Menschen in der nahen Umgebung gibt, der sehr hilfsbedürftig ist. Der Träumer selbst ist sich dessen nicht ganz bewusst und nimmt diese scheinbar nicht belastende Situation auf die leichte Schulter, gleich naiv und unschuldig wie ein Welpe. Doch dieses Symbol im Traum zeigt an, dass er dem Umstand mit mehr Ernst und nicht Verharmlosung begegnen sollte. Er sollte Freundschaftlichkeit mit mehr sozialem Einsatz und Einfühlungsvermögen pflegen.

Wird man durch eine Kojoten durch das Traumland gehetzt, könnte dieses Ereignis für unklare Gefühle und Verstrickungen stehen. Ein verfolgt werden von diesem Raubtier symbolisiert, dass ein seelischer Konflikt sehr einschneidend an die Oberfläche kommt. Der Träumer ist besorgt über die eigene Triebhaftigkeit und der Zwiegespaltenheit, die emotional dadurch zutage tritt.

Allgemeine Traumdeutung

Jaulen Kojoten in der Nacht in Ihrem Traumbild auf, dann könnte das der träumenden Person als Alarmglocke dienen und die Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes lenken. Außerdem verkörpert das Symbol des Kojoten im Traum, dass er über genug Potenzial verfügt, um schwierige Lebensangelegenheiten zu meistern.

Mythologisch betrachtet deutet der Kojote auf einen trickreichen Hinterlistler hin. Offensichtlich ein harmloses Tier, aber seinem zwiespältigem Wesen kann man kein Vertrauen schenken. Es spiegelt sich aus dieser Bedeutung hervorgehend die innere Widersprüchlichkeit des Träumers wider.

Tauchen mehrere Kojoten auf Traumebene auf, rät die Traumdeutung sich in Acht zu nehmen, vor betrügerischen Absichten des Umfelds. Auch wenn im Moment keine reale Bedrohung ersichtlich ist, sollte man die List gewisser Personen nicht unterschätzen.



Psychologische Traumdeutung

Psychoanalytisch betrachtet dient das Traumsymbol des Kojoten als Lautsprecher des Unterbewusstseins. Wenn ein wilder Kojote im Traum sein Unwesen treibt, verkündet das der träumenden Person, dass es manchmal im Leben erforderlich ist, zu trickreichen Ideen zu greifen, um Probleme zu lösen.

Der Kojote im Traum dient auch der Erinnerung, das Leben nicht zu engstirnig und verbissen zu betrachten. Humor und Gelassenheit sind Qualitäten, die das Leben in Angelegenheitenverwickelt, die enorme Erleichterung und sogar tiefere Einsichten bringen. Dem hinzuzufügen ist, dass mit einem lachenden Auge, die Welt gleich anders aussieht und sich vieles besser meistern lässt.

Sieht man sich im Traum zusammen mit einem Kojoten um die Wette laufen, dann symbolisiert das für die psychologische Traumdeutung eine große flexible Persönlichkeit, die sich allem anpassen kann. Wirkt der Kojote auf Traumebene sehr zahm, dann wird eine Person an seine Seite treten, die zu jeglicher Unterstützung bereit ist.



Spirituelle Traumdeutung

Der Kojote jault im Traum und versinnbildlicht in der transzendenten Traumdeutung den Aufruf der Seele, da es von maßgeblicher Wichtigkeit ist, auf die innere Stimme zu hören und mehr Authentizität zu leben. Diesen Botschaften der Seele sollte man mehr Beachtung schenken und als Führung und Hilfe auf dem spirituellen Pfad sehen.