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Kardinalachsen

o    Äquinoktinalachse – Tagundnachtgleiche/Äquinox/Äquinoktium

Das Äquinoktium bedeutet, dass Tag und Nacht gleich lange dauern. Der Begriff wird aus dem Lateinischen abgeleitet: "aequus" = gleich, "nox" = Nacht. Es gibt im Jahr zwei Mal dieses Ereignis: um den 21. März das Frühlings-Äquinoktium – auch Frühlings-Tagundnachtgleiche genannt – und um den 23. September das Herbst-Äquinoktium – auch Herbst-Tagundnachtgleiche genannt. Bei diesen beiden Ereignissen steht die Sonne auf ihrem Weg direkt über dem Äquator am Zenit. Damit sind Tag und Nacht auf der ganzen Erde gleich lang.

 

Die Äquinoktinalachse teilt die Sommer- und die Wintertierkreiszeichen voneinander. Dabei werden der Widderpunkt (0° Widder – Frühlings-Äquinoktium) und der Waagepunkt (0° Waage – Herbst-Äquinoktium) miteinander verbunden.

 

Erreicht die Sonne die größte Abweichung vom Himmelsäquator, dann wird das in der Astrologie Solstitium oder auch Sonnenwende genannt.

 

o    Solstizienachse

Um den 22. Juni findet das Sommer-Solstitium, um den 22. Dezember das Winter-Solstitium statt. Dies sind die sogenannten Sonnenwenden. Dabei erreicht die Sonne auf dem Weg um die Erde entweder den größten Winkelabstand – Sommer-Solstitium – oder den kleinsten Winkelabstand – Winter-Solstitium – zum Himmelsäquator. Auf der Nordhalbkugel findet beim Sommer-Solstitium der längste Tag und auf der Südhalbkugel der kürzeste Tag statt. Beim Winter-Solstitium ist es genau umgekehrt.

 

Solstitialachse (oder auch Solstizienachse) nennt man die Achse zwischen 0° Krebs und 0° Steinbock. Sie teilt die Tierkreiszeichen zwischen zunehmender (Steinbock bis Zwilling) und abnehmender (Krebs bis Schütze) Tageslänge auf.