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Indische Astrologie

Die indische Astrologie wird auch Jyotish oder vedische Astrologie genannt. Sie ist eine Mischung aus hinduistischer Religion, babylonischer Astrologie sowie aus hellenistischen Elementen. Die Basis ist die Astrologie, wie sie im Zweistromland entstanden ist. Sie entwickelte sich durch die kulturellen und religiösen Einflüsse östlich des Indus ganz anders als in den westlichen Ländern.

Ein wichtiges Element der hinduistischen Religion ist die Karmalehre, außerdem gibt es ein hierarchisches Kastensystem und den Glauben an die Wiedergeburt. Diese Elemente beeinflussen auch die indische Astrologie. Sie ist nach wie vor sehr eng mit der Religion verknüpft, ganz anders als im Westen.

Am häufigsten wird mit der Stundenastrologie, dem Muharta (Elektionshoroskop) und dem Prasna (Fragehoroskop) gearbeitet, da in den meisten Fällen die genaue Geburtszeit des Horoskopeigners nicht bekannt ist.  Fragen zu wichtigen Ereignissen werden dagegen häufig gestellt. In sehr vielen Fällen wird eine indische Hochzeit auf Grund der Deutungen eines Astrologen im Vorfeld arrangiert.

Gemeinsamkeiten mit der abendländischen Astrologie:

  • (Siderischer) Tierkreis mit den uns bekannten Tierkreiszeichen
  • Sieben (klassische) Planeten
  • Auf- und absteigende Mondknoten
  • Zwölf Häuser und deren Herrscher
  • Aspekte

In der indischen Astrologie spielen Uranus, Neptun und Pluto bis heute keine Rolle. Stattdessen wird dem Mond und den Mondknoten mehr Bedeutung eingeräumt. Darüber hinaus ist die Vorhersage des Todeszeitpunkts in der indischen Astrologie fest in der Religion verankert und kein Tabu wie in den westlichen Ländern.