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Hamburger Schule

Alfred Witte ist der Gründer der Hamburger Schule. Unter dieser Auswertungsmethode versteht man folgendes:

 

  • Es wird mit einer Gradscheibe gearbeitet. Die Symbole für Sonne, Mond und die Planeten wird nicht im Horoskop eingetragen, sondern auf einem Blatt Papier unter einer 360°-Scheibe. Mit dieser Scheibe kann man sehen, ob die einzelnen Positionen, die auf der Gradscheibe verteilt sind, eventuell eine Figur bilden. Ein Planetenbild ergibt sich dann, wenn an jeder Ecke einer solchen Figur ein Planet eingezeichnet ist. Die sogenannte Symmetrie- oder Spiegelachse liegt in der Mitte der Figuren.
  • Persönliche Punkte: Sie sind für die Deutung eines Horoskopes wesentlich. Dabei handelt es sich um
    • Medium coeli
    • Aszendent
    • Sonne
    • Mond
    • Mondknoten
    • Widderpunkt
  • Sechs Häusersysteme: Witte vertritt die Ansicht, dass das Horoskop von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden muss, um einen umfassenden Einblick zu bekommen. Es handelt sich dabei um
    • MC-Häuser: für Ichempfindungen
    • AS-Häuser: für das Du, den anderen Mensch
    • Sonnen-Häuser: für den Körper, das Materielle
    • Mond-Häuser: für Stimmungen, Gefühle, weibliche Personen, das Volk
    • Mondknotenhäuser: für Verbindungen und Grenzen, Kontakte
    • Widder-Häuser/Erdhäuser: für die Erde, alle Menschen, die Außenwelt

In der Hamburger Schule wird auch mit Transneptunern gearbeitet. Dabei handelt es sich um acht "Wirkpunkte", deren physische Existenz nicht bestätigt ist.

Diese Methode ist sehr technikorientiert und für ihre präzisen Prognosen bekannt. Es gibt vier Ebenen: Radix, Progressiv, Sonnenbogen und Transit. Neben dem technischen Aspekt ist die Hamburger Schule sehr spirituell. Weltweit ist diese Methode unter dem Namen "Uranian System" oder "Uranian Astrology" bekannt.