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Häusersystem

Die Art und Weise, wie der Tierkreis in zwölf Teile eingeteilt wird, nennt man in der Astrologie Häusersystem. Um ein Häusersystem zu erstellen, werden das Geburtsdatum, die Geburtszeit und der geografische Ort als Bezugsgrößen benötigt. In der Regel beginnt die Zählung der Häuser beim Aszendenten. Seltener beginnt die Zählung mit dem Haus, in dem der Aszendent zu stehen kommt, oder mit dem Medium coeli. Bei allen Häusersystemen sind die Hauptachsen (Horizont- und Vertikalachse) dieselben, auch wenn man sie in äquale und inäquale Systeme unterscheiden kann. 

Der Unterschied zwischen einem äqualen und einem inäqualen Häusersystem sind die Größen der Häuser. Beim äqualen System ist jedes Haus genau 30° groß, es gibt es keine eingeschlossenen Tierkreiszeichen und der Aszendent bildet entweder die Spitze des ersten Hauses oder er befindet sich darin in der Mitte. 

Bei den inäqualen Systemen haben die Häuser unterschiedliche Größen. Allerdings sind die gegenüberliegenden Häuser immer gleich groß. 

Die bekanntesten inäqualen Häusersysteme sind:

Placidus (Placidus de Titis)

Koch-Häusersystem (Walter Koch)

Porphyrius 

Alcabitius

Campanus (Giovanni Campani)

Regiomontanus (Johannes Müller)

Topozentrische Häuser (Wendel Polich und Anthony Nelson Page)

Die Astrologen sind sich nicht einig, welches System das Beste ist. Jedes System hat Vor- und Nachteile.