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Geschichte der Astrologie

Am Anfang stand die Himmelsbeobachtung. Menschen orientierten sich einfach an dem Stand der Himmelskörper, um ihren eigenen Standort zu bestimmen. Vorreiter bei der Himmelsbeobachtung waren die Menschen in Mesopotamien. Das hatte jedoch nichts mit der heute bekannten Astrologie zu tun.

Die älteste überlieferte Ephemeride stammt aus dem Jahr 1970 v.Chr. Zu diesem Zeitpunkt war schon bekannt, dass es unter den Himmelskörpern bestimmte Zyklen gibt. Das war auch der Beginn der ersten Prognosen.

Einen ersten Höhepunkt erreichte die Astrologie in Babylon. Dem arabischen Weltreich ist es zu verdanken, dass viele antike Werke über astrologisches Wissen erhalten blieben.

Die Chinesen und Ägypter kombinierten später die Himmelsbeobachtung mit der Zeitrechnung. Die Prognosen wurden dadurch viel exakter. Das waren die Vorläufer der Astrologie. Zu dieser Zeit waren Astrologen auch immer Astronomen. Es gab keine wirkliche Unterscheidung der beiden Bereiche. Im Römischen Reich wurde das Wissen über die Gestirne auch besser gestellten Bürgen zugänglich und es entstand die Individualastrologie.

In Europa waren die Zentren der Astrologie Toledo in Spanien und Chartres in Frankreich. Eine ganz neue Basis für die Astrologie schufen die Errungenschaften des Buchdrucks, die Einführung des Gregorianischen Kalenders, die Erfindung  der mechanischen Uhr und die Fortschritte in der Mathematik.

Die Astrologie war bis ins Barock im 17. Jahrhundert ein Teil des menschlichen Lebens. Dann allerdings setzte der Niedergang ein, denn die Naturwissenschaften waren der Meinung, den Kosmos physikalisch erklären zu können. In diesem Weltbild war kein Platz mehr für die Astrologie. Der Glaube an Gott und die Astrologie vertrugen sich darüber hinaus nicht, daher wurde die Astrologie auch von den Universitäten vertrieben.

Erst seit dem 19. Jahrhundert erlebt die Astrologie wieder einen Aufschwung. In der heutigen Astrologie wird Forschung, Wissenschaft und Deutung vereint und sie arbeitet eng mit anderen Bereichen wie etwa der Psychologie eng zusammen.