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Finsternis

Die Griechen verwendeten für den Begriff Finsternis den Fachbegriff Eklipse = Ausbleiben, Verschwinden. Eine Finsternis entsteht, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt (Sonnenfinsternis) oder die Erde zwischen Sonne und Mond (Mondfinsternis). Das kann beides nur geschehen, wenn sie sich auf derselben Ebene der Ekliptik befinden.

Eine Sonnenfinsternis kann nur dann stattfinden, wenn sich Mond und Sonne in Konjunktion zueinander befinden (Neumond). Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Formen von Sonnenfinsternissen:

 

  • ·         Totale Sonnenfinsternis: Die Mondscheibe bedeckt die der Sonne komplett – zumindest aus der Sicht derjenigen, die sich im Kernschattenbereich der Sonne befinden. Die Sonne-Mond-Konjunktion findet dabei im Abstand von maximal 11°15' von der Mondknotenachse statt.
  • ·         Ringförmige Sonnenfinsternis: Sie ist gleichzusetzen mit der totalen Sonnenfinsternis. Einziger Unterschied: Die Erde ist vom Mond weiter entfernt und dadurch sieht man einen "Ring" der Sonne um den Mond.
  • ·         Partielle Sonnenfinsternis: Dabei verdeckt der Mond die Sonne nur teilweise. Der Abstand der Sonne-Mond-Konjunktion zur Mondknotenachse kann dabei zwischen 9°55' bzw. 11°15' und 15°21' bzw. 18°31' betragen.

Eine Mondfinsternis kann nur dann stattfinden, wenn sich der Mond und die Sonne in Opposition zueinander befinden (Vollmond). Auch hier gibt es unterschiedliche Formen von Mondfinsternissen:

 

  • ·         Totale Mondfinsternis: Die Erde wirft ihren Schatten auf den Mond, dadurch wird dieser komplett verdunkelt. Die Sonne-Mond-Opposition findet dabei im Abstand von 3°34' bis 6° von der Mondknotenachse statt. Der genaue Wert ist von der Entfernung des Mondes zur Erde abhängig.
  • ·         Partielle Mondfinsternis: Dabei wird der Mond nur teilweise verdeckt. Der Abstand der Sonne-Mond-Opposition zur Mondknotenachse kann dabei zwischen 3°34' bzw. 6° und 9°30' bzw. 12°15' betragen. Das ist von der Entfernung des Mondes zur Erde abhängig.
  • ·         Halbschattenfinsternis: Dabei befindet sich der Mond im Halbschatten der Erde. Er wird dadurch nicht verdunkelt, sondern erscheint kupferrot und sein Licht ist blasser als sonst.

In der Deutung wurde eine Finsternis als Unheilsverkünder angesehen. Die Menschen sahen eine Veränderung am Himmel, die sie nicht begreifen konnten und die ihnen Angst einflößte. In der modernen Astrologie wurden Finsternisse lange Zeit nicht berücksichtigt. Erst als am Todestag von Prinzessin Diana eine Sonnenfinsternis stattfand, begannen sich Astrologen wieder vermehrt mit diesem Thema zu beschäftigen.

Finsternisse wirken unterschiedlich stark. Eine totale Finsternis wird immer stärker bewertet als eine teilweise. Sie kann auch einen Horoskopfaktor aktivieren.