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Anthroposophie Astrologie

Der Begriff Anthroposophie stammt vom altgriechischen "anthropos" = Mensch und "sophia" = Weisheit ab. Sie beschreibt eine von Rudolf Steiner begründete spirituelle und esoterische Weltanschauung, in der er sich auch immer wieder auf die Astrologie bezieht. Sie versucht die Menschheit spirituell und übersinnlich zu verstehen. Er verwendet in seiner Welttheorie Teile der überlieferten klassischen Astrologie, jedoch wird vieles von ihm metaphysisch überhöht.

In den Waldorfschulen wird Steiners Lehre noch heute gelebt.

In den Lehren Steiners findet man die These, dass sich die Menschheit, aber auch die Erde und das gesamte Sonnensystem immer wieder erneuert (Welten-Reinkarnation) und so unser Sonnensystem am Ende zu einem Tierkreiszeichen aufsteigt. In seiner Vorstellung wird der Kosmos durch Engel oder Planetengeister gelenkt. Auch der Mensch selbst (sein geistiges Wesen) kommt von einem bestimmten Sternenbild herab auf die Erde. Wenn der Körper die Erde durch den Tod wieder verlässt, dann geschieht das bei einer gewissen Sternenkonstellation. Diese Konstellation ist bei der „Wiedergeburt“ auch wieder zu beobachten.

Steiner arbeitet mit dem faktischen Tierkreis. Dabei wird die Ekliptik nicht in 12 gleich große Teile geteilt, sondern in die tatsächliche Größe der Sternbilder. Daher variieren die Tierkreiszeichen in der Größe zwischen 25 und 37 Grad.

Nach Rudolf Steiner entwickelt sich die Wesenshülle eines Menschen in Sieben-Jahres-Abschnitten:

0-7 Jahre:     Physischer Leib (Mond)

7-14 Jahre:   Ätherleib (Merkur)

14-21 Jahre: Astralleib (Venus)

21-42 Jahre: Ich als Empfindungsseele, Verstandesseele bzw. Bewusstseinsseele (Sonne)

42-49 Jahre: Geistselbst (Mars)

49-56 Jahre: Lebensgeist (Jupiter)

56-63 Jahre: Geistesmensch (Saturn)