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Das Zwillinge-Kind

Die Zwillinge gelten als die luftigsten und flexibelsten Wesen im gesamten Tierkreis. Aber sie sind ebenso kontaktfreudig und an allem interessiert. Man kann den Eltern eines Zwillinge-Kindes nur gratulieren: Sie haben einen überaus interessanten und vielseitigen Sprössling. Bereits als Kleinkind versucht er hinter die Dinge zu kommen. Seine beharrlichen Fragen „wie, wieso, was, warum“, können manches Mal recht nervend sein. Den Eltern sei geraten, sich in Geduld zu üben und alle Fragen möglichst gewissenhaft zu beantworten, sonst holt sich der Sprössling die Antworten anderswo. Denn der kleine Zwilling gibt sich nicht mit dem Märchen vom Storch zufrieden.
Oft geht die Fantasie mit den Kleinen durch, so dass sie häufig als Aufschneider oder gar als Lügner bezeichnet werden. Aber das ist der größte Fehler, den man begehen kann. Denn der kleine Zwilling lügt nicht bewusst, er glaubt an das, was er sagt. Lassen Sie ihm seine fantastischen Geschichten erzählen! Er redet nun mal für sein Leben gern und hat Freude am Fabulieren. Auffallend stark ausgeprägt bei den Zwillinge-Kindern ist eine rasche Auffassungsgabe und eine bemerkenswerte Intelligenz. In der Schule haben sie kaum Probleme, sie lernen brav mit, aber sie vergessen gern ihre Hausaufgaben. Auch neigen sie Unpünktlichkeit – ihr Zeitsinn ist nicht gerade sehr ausgeprägt.
Ob Bub oder Mädchen, Zwillinge-Kinder sind kleine Wilde. Die höchsten Bäume sind ihnen nicht zu hoch, weshalb sie oft mit zerschundenen Knien und zerrissenen Kleidern nach Hause kommen. Aber seltsamerweise weinen sie nicht wie andere Kinder, wenn sie sich verletzen, sondern lachen über ihre Ungeschicklichkeit.
In keinem Fall sollte man einem Zwillinge-Kind mit Zwang oder Strenge kommen, eher mit guten Argumenten. Und schon gar nicht sollte man ihm dauernd Vorschriften machen. Ehe man ihm den Rücken kehrt, wird es etwas anderes tun. Nur mit Liebe, Verständnis und Güte kann man bei diesem Kind etwas erreichen. Strenge lässt es trotzig werden.