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Monthly horoscope for November 2020

November ist’s.
Am Ersten ist Allerheiligen und am folgenden Tag Allerseelen. Auf den Friedhöfen gedenkt man der Toten und stellt „ewige Lichter“ auf. Dieser Brauch hat heidnische Wurzeln, denn nach altem Volksglauben steigen in den Novembernächten die unerlösten Toten aus ihren Gräbern. Die Lichter dienen als magische Schutzkreise und sollen diese unglücklichen Seelen daran hindern, den Friedhof zu verlassen. In den Nordländern stellte man zusätzlich Speisen auf die Gräber, um die Toten zu besänftigen und dort zu halten, wo sie hingehören.
Dem Schutz des Lebens vor der Dunkelheit gelten auch die Umzüge der Bauern am 6. November, dem Sankt-Leonhards-Tag. Bis in unsere Zeit hinein werden an diesem Datum Kapellen umritten, die auf einer einsamen Anhöhe stehen und sicher einmal heidnische Kultplätze waren. Auch der Brauch, am 11. November, dem Sankt-Martins-Tag, eine Gans zu schlachten, hat heidnische Wurzeln: Die weiße Gans galt als Symbol des Lichts. Ihr Opfer sollte die Dunkelheit besänftigen. An selbigem Tag verschwindet im Norden die Sonne für ungefähr drei Monate unter dem Horizont.



Weckt all dies bestimmt keine große Fröhlichkeit, so wird das unsere Stimmung bestimmt noch mehr belasten, dass auch im November Corona nicht vorüber ist. Aus astrologischer Sicht läuft Planet Mars bis Mitte November rückwärts, und dann wieder vorwärts und passiert auf diesem Weg Quadrate zu Jupiter, Saturn und Pluto, drückt damit nacheinander auf die kosmischen Knöpfe, die Corona auslösen.

Aber ein uraltes Ritual gegen die Pest war ja auch schon immer Tanzen und ausgelassenes Feiern. Ich wiederum möchte mich mit einer Konstellation beschäftigen, die damit vergleichbar ist, weil es die schönste Seite des Lebens verkörpert, nämlich die Liebe: Planet Mars läuft durch das Tierkreiszeichen Widder, Venus zieht bis zum 20. durch die Waage. Vom 7. bis zum 10. des Monats stehen sich die beiden ganz genau gegenüber, bilden als eine Opposition. Ein deutlicheres Zeichen für Liebe gibt es nicht. Mars ist im Tierkreiszeichen Widder zuhause und Venus in der Waage. Die Astrologie sagt, dass Liebe immer dann geschieht, wenn sich Gegensätze begegnen – so wie jetzt Mars und Venus und Waage und Widder: Wenn das Du etwas besitzt, was meinem Ich fehlt, dann wird es wie von einem starken Sog angezogen. Plus und Minus prallen aufeinander. Dazu gehört natürlich, dass das Du im Ich ebenfalls etwas findet, was ihm selber fehlt und daher von großer Begehrlichkeit ist. Man darf also gespannt sein, wer und was rund um den 10. November in dieser Welt übereinander her fällt und wie besessenen das sucht und findet, was im selber fehlt.



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So weit, so spannend!
Und wie geht es weiter?

Die meisten Begegnungen, die auf diese Weise zustande kommen, scheitern früher oder später. Es scheint, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist, etwas anzunehmen, was ihm selber fehlt. Viel eher ist es so, dass nach einer Weile folgendes passiert: “Ich bin ich und du bist du, und auf Dauer ist es unbequem und es stört mich, dass du ganz anders bist. Das raubt mir meinen Frieden. Also werden wir uns wieder trennen.” Verstanden? Genau das, was ursprünglich der eigentliche Anlass für die kolossale Anziehung war, ist jetzt der Grund für eine Trennung. Für Partnerschaften, die nicht in einer Scheidung enden, existiert als Alternative eigentlich nur ein Nebeneinander, ein tröges, allmähliches Einschlafen. Viellicht ist das auch letztendlich der tiefere Grund, warum viele Menschen lieber allein bleiben. Womöglich erinnern sie sich an ein früheres Leben, in dem sie genau diese fatale Entwicklung durchgemacht haben und wollen es sich in diesem Leben ersparen.

Aber es gibt auch noch eine ganz andere Lösung, und die findet sich auch im astrologischen Konzept.

Es lautet Freundschaft statt Liebe, also Beziehungen, in denen starke emotionale oder gar unbewusste, triebhafte Anteile nicht enthalten sind. Solche Freundschaften gehören zum Konzept des Abschnitts Wassermann. Dieses Zeichen hat sich aus astrologischer Sicht von solchen Anteilen befreit. Dazu passt, dass Freundschaften in aller Regel mit gleichgeschlechtlichen Partnern eingegangen werden. Es fehlt also das, was gerade Liebe und Leidenschaft so heftig werden lassen können. Interessanterweise sind es auch gerade Wassermanngeborene, die am leichtesten homoerotische Beziehungen eingehen.





Unter diesem Gesichtspunkt dürfen wir mit großer Spannung das kommende Jahr erwarten. Da ziehen Saturn und Jupiter gemeinsam durch das Zeichen Wassermann, obendrein regiert Saturn das Jahr. Aus astrologischer Sicht ist damit der Sprung in ein ganz neues Selbstverständnis von Partnerschaft und Beziehung möglich: Statt Leidenschaft und Liebe also Freundschaft.
Ein Vorgeschmack auf die neue Zeit findet durchaus auch jetzt schon statt und zwar der Art, dass bereits jetzt alle Welt angehalten wird, anderen Menschen nicht zu nahe zu kommen und schon gar nicht Sinnlichkeiten auszutauschen. Die Mund- und Nasenmaske und der Abstand von eineinhalb Metern sollen dafür herhalten. Aus astrologische Sicht ist dafür Planet ich war Uranus zuständig, der im Zeichen Stier steht.

Ihr Erich Bauer