{"title":"XVII Die Sterne","text_intro":"Ich bin voller Sehnsucht.
Vielleicht liege ich in einer Wiese unter freiem Himmel und betrachte das unendliche Blau \u00fcber mir. Oder ich sitze auf einem Berg und \u00fcberschaue grenzenloses Land. Ich f\u00fchle mich leicht wie der Wind, der mich streift und denke an den schwerelosen Flug des Adlers. Eine tiefe Sehnsucht \u00fcberkommt mich.
Wenn ich Fl\u00fcgel h\u00e4tte, w\u00fcrde ich weit, weit in die Unendlichkeit fliegen.
","text_meaning":"Die Sternenfrau ist ein Sinnbild f\u00fcr die h\u00f6chste Hingabe des Menschen. Er kennt sie als die Wonne, die manchmal im Orgasmus erlebt wird. Er erf\u00e4hrt sie als erf\u00fcllte Stille in tiefer Meditation. Er kann sie empfinden, wenn er in einer klaren Sternennacht in die Ewigkeit schaut.
Diese Sehnsucht packt den Menschen und l\u00e4sst ihn nicht mehr los, treibt ihn immer weiter auf seiner Suche nach Befreiung, Ekstase und Erl\u00f6sung.
Menschen aller Zeiten sahen darin ein Zeichen ihres g\u00f6ttlichen Ursprungs. Der Mensch sehnt sich zur\u00fcck in den Scho\u00df der Sch\u00f6pfung, aus dem er in die Welt geboren wurde. Er sucht das Nirwana, die v\u00f6llige, selige Ruhe.
Auf der Karte gie\u00dft eine Frau Wasser aus zwei Kr\u00fcgen \u00fcber See und Land. Sie befindet sich in einer paradiesischen Umgebung und ist selbst eine Gestalt aus einer herrlichen Welt. Sie besitzt das Wasser des Lebens im \u00dcberfluss, sie kann sich verstr\u00f6men.
Der eine Krug vergie\u00dft seinen Inhalt in den See. Wasser verbindet sich mit Wasser, verschmilzt, l\u00f6st sich auf, wird zum See. Genauso findet die menschliche Seele ihre Bestimmung, wird eins mit der Unendlichkeit. Der andere Krug ergie\u00dft sich \u00fcber die Erde, macht fruchtbar, erf\u00fcllt eine irdische Bestimmung. Aber auch sein Ziel ist die Aufl\u00f6sung. Das Wasser sickert in die Erde, verwandelt sich in Energie, gestaltet sich in Blumen und B\u00e4umen ... und vergeht irgendwann im \u00c4ther.
Alles ist im Wandel, gestaltet sich und dr\u00e4ngt aus der Form, sehnt sich nach den Sternen, nach Aufl\u00f6sung und Verschmelzung.
Die Seele ist immer ein Teil der Ewigkeit.
","text_statement":"Die Sehnsucht, die Erf\u00fcllung, die Hoffnung, die Erleuchtung, Nirwana
Der Gedanke der Ewigkeit
Das Bild vom g\u00f6ttlichen Ursprung und Ziel des Menschen
\u2003
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Vielleicht liege ich in einer Wiese unter freiem Himmel und betrachte das unendliche Blau \u00fcber mir. Oder ich sitze auf einem Berg und \u00fcberschaue grenzenloses Land. Ich f\u00fchle mich leicht wie der Wind, der mich streift und denke an den schwerelosen Flug des Adlers. Eine tiefe Sehnsucht \u00fcberkommt mich.
Wenn ich Fl\u00fcgel h\u00e4tte, w\u00fcrde ich weit, weit in die Unendlichkeit fliegen.
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Diese Sehnsucht packt den Menschen und l\u00e4sst ihn nicht mehr los, treibt ihn immer weiter auf seiner Suche nach Befreiung, Ekstase und Erl\u00f6sung.
Menschen aller Zeiten sahen darin ein Zeichen ihres g\u00f6ttlichen Ursprungs. Der Mensch sehnt sich zur\u00fcck in den Scho\u00df der Sch\u00f6pfung, aus dem er in die Welt geboren wurde. Er sucht das Nirwana, die v\u00f6llige, selige Ruhe.
Auf der Karte gie\u00dft eine Frau Wasser aus zwei Kr\u00fcgen \u00fcber See und Land. Sie befindet sich in einer paradiesischen Umgebung und ist selbst eine Gestalt aus einer herrlichen Welt. Sie besitzt das Wasser des Lebens im \u00dcberfluss, sie kann sich verstr\u00f6men.
Der eine Krug vergie\u00dft seinen Inhalt in den See. Wasser verbindet sich mit Wasser, verschmilzt, l\u00f6st sich auf, wird zum See. Genauso findet die menschliche Seele ihre Bestimmung, wird eins mit der Unendlichkeit. Der andere Krug ergie\u00dft sich \u00fcber die Erde, macht fruchtbar, erf\u00fcllt eine irdische Bestimmung. Aber auch sein Ziel ist die Aufl\u00f6sung. Das Wasser sickert in die Erde, verwandelt sich in Energie, gestaltet sich in Blumen und B\u00e4umen ... und vergeht irgendwann im \u00c4ther.
Alles ist im Wandel, gestaltet sich und dr\u00e4ngt aus der Form, sehnt sich nach den Sternen, nach Aufl\u00f6sung und Verschmelzung.
Die Seele ist immer ein Teil der Ewigkeit.
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Der Gedanke der Ewigkeit
Das Bild vom g\u00f6ttlichen Ursprung und Ziel des Menschen
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