{"title":"XI Die Gerechtigkeit","text_intro":"In mir ist ein tiefes Wissen \u00fcber Recht und Unrecht. Die Stimme meines Herzens ist nicht immer klar und deutlich zu vernehmen. Ich muss in mich hineinh\u00f6ren, in meine eigene Seele hineinsp\u00fcren.
Mein Herz zittert, wenn Unrecht geschieht, und es ist voll Mut und Entschlossenheit, wenn ich eine gerechte Sache vertrete. Ich f\u00fchle mich schwer, wenn ich Schuld auf mich lade, und ich atme erleichtert auf, wenn ich davon befreit bin.
In mir ist ein tiefes Wissen \u00fcber Gerechtigkeit.
","text_meaning":"Nichts wird so mit F\u00fc\u00dfen getreten wie die Gerechtigkeit. In ihrem Namen wird gemordet, gefoltert und unterdr\u00fcckt.
F\u00fcr einen bewussten und empfindsamen Menschen ist es nahezu unm\u00f6glich, an menschliche Gerechtigkeit zu glauben. Das Leben erscheint grausam und ungerecht: Der eine lebt im \u00dcberfluss und der andere darbt neben seiner T\u00fcre. Immer wieder begraben Menschen ihren Gott, weil sie an der Ungerechtigkeit des Lebens verzweifeln.
Im Tarot wird die Gerechtigkeit von einer Frau dargestellt. Sie ist wieder eine Verk\u00f6rperung der Hohepriesterin (Karte II), die sich auf ihre innere Stimme, auf ihr Gef\u00fchl verlassen kann. Hier tr\u00e4gt sie ein Schwert. Im Tarot ist das Schwert ein Zeichen f\u00fcr geistige Kraft. Das bedeutet, dass die Gerechtigkeit nicht nur g\u00fctig, sondern auch klar und entschieden ist.
Die Gerechtigkeit hat die Ziffer XI, damit stehen links und rechts von ihr genau gleich viele Karten (I bis X und XII bis XXI), da der Narr mit der Zahl 0 numerisch nicht ins Gewicht f\u00e4llt. Die Gerechtigkeit hat ihren Platz in der Mitte und sieht \u00fcber das ganze Lebensspiel hinweg. Sie sieht die Karte I und die Karte XXI, den Teufel und die Liebenden, den Tod und die Auferstehung. Sie bevorzugt keine Karte \u2013 sie ist neutral. Aus dieser Position trifft die Gerechtigkeit ihre Entscheidung. Der Mensch, der gefangen ist in der Dynamik des Augenblicks, muss sich ihrem Spruch beugen.
Das, was ist, ist!
Im Lichte der Karte der Gerechtigkeit richtet der Mensch seine Aufmerksamkeit nach innen. Er vernimmt die Schwingungen seines Herzens und urteilt mit dem Schwert der Wahrheit. Er trifft seine Entscheidungen nicht aus der Laune des Augenblicks, sondern ist neutral, pr\u00fcft, w\u00e4gt ab und f\u00e4llt erst dann seine Entscheidung und sein Urteil.
","text_statement":"Die absolute Gerechtigkeit.
Das, was ist, ist!
Das Gewissen, die innere Stimme
Intelligenz des Herzens
Neutralit\u00e4t
\u2003
","image":"xi_die_gerechtigkeit_large.gif","link":"11-der-truempfe","yesno":"1","intro":"In mir ist ein tiefes Wissen \u00fcber Recht und Unrecht. Die Stimme meines Herzens ist nicht immer klar und deutlich zu vernehmen. Ich muss in mich hineinh\u00f6ren, in meine eigene Seele hineinsp\u00fcren.
Mein Herz zittert, wenn Unrecht geschieht, und es ist voll Mut und Entschlossenheit, wenn ich eine gerechte Sache vertrete. Ich f\u00fchle mich schwer, wenn ich Schuld auf mich lade, und ich atme erleichtert auf, wenn ich davon befreit bin.
In mir ist ein tiefes Wissen \u00fcber Gerechtigkeit.
","meaning":"Nichts wird so mit F\u00fc\u00dfen getreten wie die Gerechtigkeit. In ihrem Namen wird gemordet, gefoltert und unterdr\u00fcckt.
F\u00fcr einen bewussten und empfindsamen Menschen ist es nahezu unm\u00f6glich, an menschliche Gerechtigkeit zu glauben. Das Leben erscheint grausam und ungerecht: Der eine lebt im \u00dcberfluss und der andere darbt neben seiner T\u00fcre. Immer wieder begraben Menschen ihren Gott, weil sie an der Ungerechtigkeit des Lebens verzweifeln.
Im Tarot wird die Gerechtigkeit von einer Frau dargestellt. Sie ist wieder eine Verk\u00f6rperung der Hohepriesterin (Karte II), die sich auf ihre innere Stimme, auf ihr Gef\u00fchl verlassen kann. Hier tr\u00e4gt sie ein Schwert. Im Tarot ist das Schwert ein Zeichen f\u00fcr geistige Kraft. Das bedeutet, dass die Gerechtigkeit nicht nur g\u00fctig, sondern auch klar und entschieden ist.
Die Gerechtigkeit hat die Ziffer XI, damit stehen links und rechts von ihr genau gleich viele Karten (I bis X und XII bis XXI), da der Narr mit der Zahl 0 numerisch nicht ins Gewicht f\u00e4llt. Die Gerechtigkeit hat ihren Platz in der Mitte und sieht \u00fcber das ganze Lebensspiel hinweg. Sie sieht die Karte I und die Karte XXI, den Teufel und die Liebenden, den Tod und die Auferstehung. Sie bevorzugt keine Karte \u2013 sie ist neutral. Aus dieser Position trifft die Gerechtigkeit ihre Entscheidung. Der Mensch, der gefangen ist in der Dynamik des Augenblicks, muss sich ihrem Spruch beugen.
Das, was ist, ist!
Im Lichte der Karte der Gerechtigkeit richtet der Mensch seine Aufmerksamkeit nach innen. Er vernimmt die Schwingungen seines Herzens und urteilt mit dem Schwert der Wahrheit. Er trifft seine Entscheidungen nicht aus der Laune des Augenblicks, sondern ist neutral, pr\u00fcft, w\u00e4gt ab und f\u00e4llt erst dann seine Entscheidung und sein Urteil.
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Das, was ist, ist!
Das Gewissen, die innere Stimme
Intelligenz des Herzens
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\u2003
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