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Das Stier-Kind

Stier-Kind, dein Name ist Eigensinn. Schon als Baby spuckt der kleine Stier alles aus, was ihm nicht schmeckt. Wenn er nicht will, will er nicht – da helfen keine guten Worte und schon gar nicht Strenge oder gar Strafmaßnahmen, die den Eigensinn noch verstärken würden. Man kann nicht sagen, dass er wirklich stur ist, aber er hat eben eine ausgeprägte eigene Meinung. Die will er durchsetzen – komme, was da wolle.
Ein Stier-Kind braucht viel Liebe, Geborgenheit und Zuwendung. Nur in einer harmonischen und liebevollen Umgebung kann es sich entfalten. Sicherheit ist für eine gesunde Entwicklung des Stier-Kindes ein wesentlicher Faktor, denn es ist etwas unflexibel und hängt an Gewohnheiten, Dingen und Menschen. Dafür ist es ausdauernd, geduldig, beharrlich – eben langsam, aber sicher. Auf Veränderungen und ungewohnte Situationen sollte man den kleinen Stier immer behutsam vorbereiten, denn für seine innere Ruhe und sein seelisches Gleichgewicht ist ein geregelter Tagesablauf sehr wichtig.
Er braucht ausgeglichene Eltern, die nicht gleich die Ruhe verlieren, wenn er wieder einmal bockt. Im Prinzip ist er sehr verträglich und ein guter Spielkamerad für seine Geschwister. Es gibt wohl kaum ein Kind, das hilfsbereiter, kameradschaftlicher und freundlicher ist als ein kleiner Stier. Daher wird es immer sehr beliebt sein und viele Freunde um sich haben. Es wird – ob Bub oder Mädel – mit Begeisterung im Haushalt mithelfen.
Mit der für den Stier typischen Genusssucht, neigt es allerdings dazu, hemmungslos Süßigkeiten in sich hineinzustopfen. Es wird sein Taschengeld zum Teil in Naschereien anlegen, aber den anderen Teil wird es in ein Sparschwein stecken. In der Schule erscheint das Stier-Kind manchmal ein wenig denkfaul. Das stimmt aber nicht wirklich, denn während andere Kinder das Gelernte unreflektiert nachplappern, überdenkt der kleine Stier alles kritisch. Was er einmal begriffen hat, merkt er sich für sein ganzes weiteres Leben.