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Die Stier-Frau

Die Venus schenkte der Stier-Frau alle Attribute echter Weiblichkeit. Die Göttin der Schönheit gab ihrem Liebling alles mit, wonach Männer sich sehnen. Die Stier-Frau besitzt die ganze Palette weiblicher Verführungskünste. Der Mann, der sich bei ihr bettet, wird nicht enttäuscht werden. Allerdings prüft sie die Qualitäten des Auserwählten sehr eingehend, bevor sie sich endgültig für ihn entscheidet. Müde Männer mag die Stierfrau nicht. Obwohl sie in der Familie tonangebend sein möchte, braucht sie einen gestandenen Mann an ihrer Seite. Aber kleine Schwächen ihres Partners pflegt sie mit wohlwollendem Blick zu übersehen.
Auch wenn sie noch so verliebt ist, wird die Stier-Eva bei allen leidenschaftlichen Gefühlen, ihr Sicherheitsdenken in materieller Hinsicht nicht vergessen. Die Kassa muss stimmen und die Zukunft einigermaßen gesichert sein.
Sie ist eine ausgesprochen tolerante Partnerin mit der sich lustvoll leben lässt. Immer wird sie sich darum bemühen, ihre Familie mit allerlei raffinierten Genüssen – besonders auf kulinarischem Gebiet – zu verwöhnen. Allerdings sollte auch der Partner das seinige dazu beitragen – er wird sich schon einiges einfallen lassen müssen, um sie zufrieden zu stellen.
Die Stier-Frau braucht eine harmonische Umgebung. Unfrieden bringt ihren ganzen Körperhaushalt durcheinander. Obwohl sie im Allgemeinen mit Krankheiten gut fertig wird, bedient sie sich ihrer manchmal als Mittel zum Zweck. Es kann vorkommen, dass Kummer, Unzufriedenheit oder Angst vor schwerwiegenden Entscheidungen bei ihr ernsthafte Krankheitszustände bewirken.
Was Stier-Frauen anpacken, hat Hand und Fuß. Welchen Beruf sie auch immer ergreifen, sie werden vollen Einsatz leisten, wobei sie selten mit sich selbst zufrieden sind. Denn nach dem Motto „ich weiß, dass ich nichts weiß“ neigen sie zu harter Selbstkritik. Bei den Kollegen sind Stier-Damen überaus beliebt, weil sie sehr hilfsbereit sind und Geheimnisse für sich behalten können. Viele ihrer besten Freunde stammen aus dem Kollegenkreis. Obwohl sie menschlich alle Voraussetzungen dafür mitbringen würden, schaffen sie es selten bis in die Chefetagen – es fehlt ihnen die dafür notwendige Ellbogentechnik.