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Das Steinbock-Kind

Irgendwie wirken die Steinbock-Kinder immer reifer und erwachsener als ihre Altersgenossen. Vernunft, Ehrgeiz, Pflicht- und Verantwortungsgefühl sind ihnen in die Wiege gelegt worden. Bereits im Kleinkindalter zeigt sich ganz deutlich, wie sich diese Steinbock-Anlagen entwickeln. Diese Kinder sind immer brav, artig und folgsam. Im Kinderzimmer brauchen die Eltern keinen Handgriff zu machen, ihr Sprössling räumt seine Sachen immer ordentlich weg. Ihr einziger Anspruch sind viele und ausgiebige Schmusestunden mit den Eltern.
Besonders der steinböckische harte Wille kommt schon sehr früh zum Tragen. Ein Nachgeben kennt dieses Kind nicht. Das macht den Umgang mit Freunden und Schulkollegen ziemlich schwierig. Daher wird es schon bald zum Einzelgänger. Es sondert sich von Gleichaltrigen ab und spielt am liebsten allein oder geht mit den Eltern spazieren. Da es sich mehr den Erwachsenen zuwendet, gilt es manchmal als altklug. Wie kein anderes Kind braucht ein Steinbock Sicherheit, Geborgenheit und feste Regeln. Ganz wichtig ist für den kleinen Steinbock ein geordneter Tagesablauf, von dem nicht abgewichen werden sollte, sonst hängt sein Weltbild schief.
In der Schule wird es mit den Steinbock-Kindern keinerlei Probleme geben. geben. Sie sind viel zu ehrgeizig und leistungsbewusst, um sich durchhängen zu lassen. Dass ein kleiner Steinbock seine Hausaufgaben nicht sofort in Angriff nimmt, kommt eigentlich nie vor. Sein Pflichtgefühl und sein Ehrgeiz bringen ihn dazu, immer fleißig und diszipliniert zu sein. Er wird niemals spielen oder spazieren gehen, solange er nicht seine Pflicht erfüllt hat. Das birgt die Gefahr in sich, dass er zum Stubenhocker wird. Man sollte ihn öfter einmal hinaus jagen, sonst mangelt es ihm an Bewegung in frischer Luft. Allerdings sind die kleinen Steinböcke nicht gerade die schnellsten Denker. Bei ihnen braucht alles eine gewisse Zeit. Dafür erledigen sie alle Dinge äußerst sorgfältig und genau. Nichts wird überstürzt. „Erst denken, dann handeln“, lautet ihre Devise.