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Schütze als Chef oder Kollege

Die im Tierkreiszeichen des Schützen Geborenen lieben das Außergewöhnliche. Sie sind für gewöhnlich Perfektionisten, die unentwegt Verbesserungen suchen. Um diese zu erzielen, ist ihnen keine Tüftelei zu anstrengend und kein Mittel zu unorthodox. Ähnliche Anforderungen stellen sie auch an den Beruf, den sie ausüben: Er muss interessant sein und eine intellektuelle Herausforderung für sie darstellen.
Die Intellektualität der Schützen kann sich auf sehr unterschiedliche Weise ausdrücken – die Bandbreite reicht vom Genie bis zum Wahnsinn. Auch wenn er manchmal hoffnungslos chaotisch agieren kann, so ist der Schütze dennoch imstande, Großartiges zu vollbringen. Analytisch und mit fast wissenschaftlicher Präzision geht er aber nicht nur an seine Aufgaben heran, sondern betrachtet er auch seine Umgebung. Das kann ihm bisweilen zum Verhängnis werden: Er sagt, was er denkt – und das bedingungslos ehrlich.
Damit macht er sich natürlich nicht nur Freunde. Mit seinem Wahrheits- und Gerechtigkeitswahn kann er so manchen Kollegen oder Vorgesetzten vor den Kopf stoßen – besonders deshalb, weil in seinen Aussagen zumeist die Wahrheit steckt. Nicht jeder kann mit so viel Offenheit umgehen und nur sein gesunder Humor rettet den Schützen vor so mancher Konfrontation.
Mit einer großen Portion Selbstsicherheit ausgestattet, gibt der im Zeichen des Schützen Geborene in der Regel einen guten Chef ab, der voll ist von Verbesserungsideen. Nicht immer kann der Macher diese aber auch langfristig umsetzen. Außerdem kommen ihm oft seine Unentschlossenheit und sein Wankelmut in die Quere, die ihn dazu zwingen, ein Projekt so lange zu revidieren, bis nichts mehr davon übrig bleibt.
Auch als Chef ist der Schütze nicht gerade ein Charmeur und hält mit Kritik niemals hinter dem Berg. Doch auch wenn er damit nicht selten übers Ziel hinausschießt, so kann er umgekehrt auch einstecken und ist über Kritik nicht verärgert. Das entspricht ganz seinem Sinn für Gerechtigkeit und seinem unautoritären Führungsstil, der ihn Mitarbeiter eher als Freunde denn als Untergebene betrachten lässt.