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Das Krebs-Kind

Der kleine Krebs hat ein großes Anlehnungs- und Zärtlichkeitsbedürfnis. Sein zartes Seelchen kann sich am besten in einer harmonischen Familie entwickeln, in der es viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung erhält. Nur dadurch kann das Kind sein Selbstvertrauen stärken und sein inneres Gleichgewicht finden. Das Krebs-Kind muss sich immer der Anteilnahme seiner Umgebung sicher sein. Manchmal ruft es nach der Mutter, obwohl es nichts Bestimmtes braucht. Es will sich nur vergewissern, dass sie noch da ist. Mit seinem intensiven Gefühlsleben hält es nicht hinter den Berg: Seine Tränen sitzen ihm ebenso locker wie das Lachen.
Der kleine Krebs ist leicht verletzbar, er baut sich deshalb schon früh Schutzmechanismen auf. Es kann sein, dass er sich einen Panzer aus Fett zulegt. Als besonders bedrohlich empfindet er Zornausbrüche und negative Spannungen in seinem näheren Umfeld – davon kann er sogar ernsthaft krank werden. Ein Krebslein ist schwer zu täuschen, es wittert Falschheit sofort. Daher sollte man immer möglichst ehrlich zu ihm sein.
Das Krebs-Kind ist ein kleiner Angsthase. Es fürchtet sich vor allerlei Dingen, die andere Kinder als gegeben hinnehmen. Durch seine starke Vorstellungskraft sieht es in einem dunklen Raum gleich Gespenster und in Nachbars Dackel ein böses Monster. Eltern sollten sich niemals lustig über die Angst Ihres Sprösslings machen. Sie sollten eher versuchen, ihm Mut zu machen, indem sie ihm die Harmlosigkeit der Furcht erregenden Dinge vor Augen führen.
Da das Kleine sehr familienbezogen ist, spielt es am liebsten mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, ersatzweise auch mit dem Vater. Ansonsten ist es eher zurückgezogen, kann sich stundenlang mit sich allein beschäftigen und still vergnügt vor sich hin spielen. Kochen, Experimentieren mit dem Chemiebaukasten sowie Dinge zum Nähen und Handwerken liebt es besonders. In der Schule wird der kleine Krebs brav lernen und seine Hausaufgaben gewissenhaft erledigen. Es versteht sehr gut die Mahnung: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“.