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Mein kosmischer Blick

Die Kolumne von Erich Bauer

Sonne Jungfrau

Angst vor dem Glück

September ist's, die Natur ahnt den Winter und stellt sich darauf ein – auch die menschliche Seele. Die Astrologie sagt, jetzt entsteht in jedem Menschen, ganz egal, welches Sternzeichen er hat, Angst vor der Zukunft. Wann immer es schön wird, lassen wir es „krachen”. Dann, wie aus dem Nichts, erinnert uns eine innere Stimme an die Zukunft, die Arbeit, den nächsten Morgen, das Bankkonto, das Alter, Krankheit und Tod. Die Psychologie hat in vielen Untersuchungen festgestellt, dass seltsamerweise die Angst vor der Zukunft umso größer ist, je mehr man besitzt, also je besser es einem geht. Ein Inder, der in einem Slum in Bombay lebt, hat also weniger Zukunftsangst, als ein reicher Europäer, der in einer Villa lebt. Ist das nicht paradox?


Es existieren auch gar nicht wenige Menschen auf der Welt, die bereits Angst bekommen, wenn sich ihnen das Glück nähert. In ihrem Unterbewusstsein wirkt ein Mechanismus, der ihnen meldet: „Meide das Glück, dann gehst du auch dem Unglück aus dem Weg...!“ Am stärksten ist diese Sorge um die Zukunft bei den Menschen ausgeprägt, die im Zeichen der Jungfrau geboren sind. Mehr oder weniger ihr ganzes Leben werden sie davon begleitet. Beinahe genauso groß ist diese Sorge bei Steinbockgeborenen. Auch sie werden vom ersten Tag ihres Lebens an darauf „programmiert“, an Morgen zu denken. Auch die so lustbetonten Stiere haben Angst und Sorgen, dass sich etwas ändern könnte und sie irgendwann nicht mehr das nötige Geld haben, um ihre Lust zu befriedigen. Auch bei den Wasserzeichen Krebs und Skorpion ist diese Angst ausgeprägt. Allerdings findet sich bei diesen beiden Sternzeichen auch so etwas wie mehr innere Sicherheit, eine Stimme die ihnen sagt: „So schlimm wird es schon nicht werden“. Auch Fische sind ein Wasserzeichen, aber ihnen ist in aller Regel die Zukunft, das Morgen, ziemlich egal. Auch den Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze ist die Angst vor dem Glück bis ins Alter hinein ziemlich fremd. Solange es ihnen gut geht, denken sie sowieso nicht an morgen.


Kommt dann ein Problem, versuchen sie, es so rasch wie möglich aus der Welt zu schaffen. Werden sie älter, verfolgt sie dann doch auch diese Urangst des Menschen. Am leichtesten mit diesem Schatten des Lebens, gehen die Luftzeichen Zwillinge, Waage und Wassermann um. Man mag es einen Segen nennen, dass sie eigentlich selten an Morgen denken. Andererseits leiden sie mehr als alle anderen, selbst, wenn sie nur ein kleineres Unglück trifft.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass sie diese menschliche Urangst leichter auf die Schulter nehmen können.

Ihr Erich Bauer