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Mein kosmischer Blick

Die Kolumne von Erich Bauer

Halt mich fest lass mich los!

Die Beziehungsfalle

In dieser Woche geraten Uranus und Venus aneinander. Venus befindet sich im Zeichen Krebs, streckt die Arme aus und ruft: „Komm, halt mich fest!“. Uranus dagegen zappelt mit den Armen und schreit: „Lass mich los, ich will frei sein!“ An diesem Widerspruch zwischen Nähe und Distanz scheitern viele Beziehungen, bzw. kommen erst gar nicht zustande, aus Angst, man wäre diesem Konflikt nicht gewachsen. Aber wie soll man damit umgehen? Gibt es überhaupt eine Lösung?


Zunächst einmal ist es wichtig, dass man sich beide Seiten zugesteht. Niemand hat nur Angst vor Nähe und niemand will nur festhalten und festgehalten werden. In jedem Menschen wirken beide Kräfte. Das ist wichtig, zu wissen. Denn häufig kommt es in Beziehungen zu Situationen, in denen der eine den Wunsch nach Nähe, der andere den Wunsch nach Freiheit vertritt. Das führt zu nichts. Eine richtige Diskussion lässt zu, dass jeder sowohl seine Angst vor Nähe wie auch die vor Distanz ausdrücken kann. Nur dann kann man einen Kompromiss aushandeln.

In dieser Woche, wo sich Venus und Uranus umarmen, ist das besonders wichtig, mit dem Distanz-Nähe-Problem entsprechend umzugehen. Das bedeutet sicher an erster Stelle, sich jetzt gegenseitig mehr Freiraum zu lassen. Aber ganz verkehrt wäre es jetzt, ganz auseinander zu gehen und so zu tun, als bräuchte man den anderen nicht. Die Astrologie hat sich auch darüber Gedanken gemacht, ob es Sternzeichen gibt, die eher Angst vor Nähe erleben und andere, die wiederum eher Angst vor Entfernung spüren. Tatsächlich ist das so. Aber wie gesagt, das ist nur so an der Oberfläche.

Wenn man tiefer schaut, sind immer bei jedem Sternzeichen beide Tendenzen vorhanden. Die Wasserzeichen Krebs, Skorpion und Fische haben primär Angst vor Distanz, also davor, verlassen zu werden. Sie wollen festhalten und festgehalten werden. Krebs und Skorpion sind ganz sicher die stärksten Vertreter des Nähe-Pols. Beim Fisch ist auch schon die andere Seite, nämlich die Angst vor Nähe, deutlich. Auch die Erdzeichen Stier, Jungfrau und Steinbock sind eher nähe-orientiert und meiden Distanz. Aber bei diesen Dreien ist es ganz sicher so, dass man nur ein bisschen tiefer schauen muss, um auch die andere Seite zu entdecken.


Die Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze sind vordergründig eher distanz-orientiert. Man kann das so sehen, dass man ja auch einem Feuer nicht zu nahekommen darf, um sich nicht zu verbrennen. Am stärksten ist die Tendenz, Freiheit und Distanz ganz oben anzustellen, bei den Luftzeichen Zwillinge, Waage und Wassermann. Letzterer, also der Wassermann, ist sicherlich am meisten darauf fixiert, seine Freiheit und Unabhängigkeit zu betonen. Das geht manchmal so weit, dass ein Wassermann es nicht erträgt, ihn zu lange zu umarmen. Er mag ja auch keine geschlossenen Räume oder enge Aufzüge. Wenn man das weiß, kann man eher damit umgehen und erlebt so etwas nicht als Ablehnung des eigenen Wunsches nach Nähe.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie diese schwierige Situation zwischen Nähe und Distanz in dieser Woche unbeschadet lösen!
Ihr Erich Bauer