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Mein kosmischer Blick

Die Kolumne von Erich Bauer

Triumph des Weiblichen

Die Sonnenfinsternis

Am Montagabend findet eine totale Sonnenfinsternis statt. Sie ist bei uns in Europa nicht zu sehen, sondern nur in Amerika. Dort wird wohl das größte Spektakel stattfinden, das dieses Land je erlebt hat. Millionen Menschen werden durch geschwärzte Gläser zum Himmel starren, um ein paar Minuten lang diesem kosmischen Schauspiel zu erliegen. Auch wenn dieses Mammuterlebnis bei uns nicht sichtbar ist, die Wirkung ist genauso stark wie überall auf der Welt.


Die Astrologie sagt, dass bei einer Sonnenfinsternis für eine Zeit lang andere Kräfte herrschen: Es ist ein ausgesprochen weibliches Ereignis, denn der Mond – Symbol der Weiblichkeit – stellt sich vor die Sonne, die wiederum als Verkörperung des Männlichen gilt. Das „Weibliche“ triumphiert also über das „Männliche“. Daher galt früher ganz generell eine Sonnenfinsternis als gefährlich – und das ist heute immer noch in muslimischen Ländern so. Darin verbirgt sich eine klare Diffamierung der Weiblichkeit.

Bei uns ist diese Abwertung weniger krass, aber sie zeigt sich zum Beispiel auch darin, dieses kosmische Ereignis „Sonnenfinsternis“ zu taufen. Respektvoller wäre es, von einem „Mondauftritt“ oder „Triumph des Mondes“ zu sprechen. Wie gesagt, wir werden in Europa nichts davon sehen. Wenn Sie sich aber auf die eigentliche Bedeutung einlassen möchten, dann empfehle ich Ihnen, sich am Montagabend zwischen 20:00 und 21:00 Uhr auf den eigentlichen Sinn einer so genannten Sonnenfinsternis einzulassen. Dazu folgende Worte, die ich dem Mond in den Mund gelegt habe:


“Es ist beinahe zu spät. Wenn ihr mich, den Mond, nicht mehr beachtet, dann werdet ihr Menschen an eurer Sonne verbrennen, austrocknen, zugrunde gehen. Ich, der Mond, kann euch dann nicht mehr schützen. Ich, der Mond, der euch seit der Entstehung der Erde geholfen habe, werde von Tag zu Tag schwächer. Weil Ihr mich nicht mehr achtet. Ihr setzt nur noch auf die Sonne, auf das, was man sehen kann. Ihr seid Sonnen-Menschen geworden, Anbeter der Sonne. Was dann passiert, das könnt Ihr in Euren Wüsten sehen: Ausgetrocknetes, dürres Land ohne jedes Leben! Ich bin der Mond. Ich bringe Fruchtbarkeit, das Wasser des Lebens. Wenn ihr mich nicht achtet, geht alles zu Ende. Meine Welt kann man nicht sehen. Sie spielt sich im Verborgenen ab, in der Tiefe der Seele, am Grund der Meere und auf den schneebedeckten Bergen. Ich bin der Mond, die Essenz des Lebens. Aus mir entsteht alles und in mir findet alles sein Ende. Gibt es noch eine Chance für Euch?

Ehrlich gesagt, sehe ich von Tag zu Tag eure Chancen schwinden. Ihr verpasst eure letzten Möglichkeiten. Eure Klima-Konferenzen sind nur eitles Geschwätz. Vor allem versteht ihr das Wesentliche nicht: dass die Rettung eurer Erde nur durch mich, den Mond, möglich ist. Ihr müsst wieder hinter das Sichtbare schauen. Ihr müsst wieder mehr spüren und fühlen. Es ist nicht wichtig, ob jemand reich ist oder arm, ob er oben steht oder unten. Allein das zählt, ob er seine Seele gefunden hat und mit ihr im Einklang lebt.

Denn dann ist er mit der ganzen Existenz in Harmonie. Ihr müsst stille werden, Euch sammeln, meditieren, und Eure Ich-Besessenheit ablegen. Euer Ich ist der Drache, der die Welt zerstört. Das Böse ist nicht irgendwo draußen in der Welt, es sitzt in Euch, und es lebt von der Gier, besser, klüger, reicher, schneller, schöner oder was immer zu sein. Wenn ihr der Welt helfen wollt, dann verbindet euch mit mir, das bedeutet, dass ihr euch auf eure Seele besinnt und sie in den Mittelpunkt eures Lebens rückt.”


Ihr Erich Bauer