Menschen, die unter dem vom Planten Mars beherrschten Feuerzeichen geboren wurden, stehen unter dem Prinzip des Anfangs und des Werdens. Ihr Zeichen ist das erste des Tierkreises und entspricht – zumindest in unseren Breitengraden – dem Frühlinsbeginn. So wie das Wetter im April sind sie recht unbeständig: Einmal leben sie fröhlich in den Tag, dann wieder sind sie niedergeschlagen und deprimiert. Sie besitzen wenig Geduld. Daher beginnen sie vieles mit Elan, führen es aber nicht unbedingt zu Ende. Sie sind leicht zu begeistern, aber ihre Begeisterung klingt bald wieder ab.
Der Widder ist sein ganzes Leben lang durch den aktiven und kämpferischen Mars bestimmt. Sein Mut und seine Risikobereitschaft befähigen ihn zu beinahe tollkühnen Taten und Abenteuern. Er geht keiner Konfrontation aus dem Weg. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist er schwer davon abzubringen, auch wenn die Vernunft dagegen spricht. Daher spielt er oft den Starken, womit er seine Unsicherheit verbergen möchte. Der Weg des Widders führt mit dem „Kopf durch die Wand“. Am meisten verabscheut er Umwege. Egal, worum es ihm geht, er kommt sofort zur Sache. Höflichkeitsfloskeln findet er ziemlich überflüssig. Sein Wesen zeigt geradlinige Schroffheit, die von seiner Umwelt oft als taktlos empfunden wird. Desto trotz wird ihm niemand wirklich böse sein können. Denn er hat etwas urig Liebenswürdiges an sich. Ausdauernde Kraftanstrengung liegt ihm weniger. Wenn er nicht ans Ziel kommt, sucht er sich ein anderes „Kampfgebiet“.
Gefühle sind nicht sein Element, er besitzt jedoch einen starken Willen und ein aufbrausendes Temperament. Es ist manchmal erstaunlich, wie schnell ein Widder hochgehen kann. Er ist durch und durch Choleriker. Aber er ist überaus freigiebig und sein Pflichtgefühl ist beinahe sprichwörtlich. Meist ist er von guter Gesundheit, weil seine Energie Krankheiten schnell besiegt.
Das Leben des Widders ist durch den aktiven und kämpferischen Mars bestimmt. Mutig und risikobereit, wie der Widder nun einmal ist, geht er keinem Abenteuer und keiner Konfrontation aus dem Weg. Ein rechter Widder geht mit dem „Kopf durch die Wand“, komme, was da wolle. Er will immer der Erste sein und sucht oft den Konkurrenzkampf, um zu beweisen, dass er der Beste ist.
Schon im zartesten Alter entwickelt das Mars-Kind einen überaus starken Willen. Es verträgt keine Einengung oder Bevormundung. Wenn der kleine Widder etwas nicht durchsetzen kann, ist sein Geschrei weithin zu hören. So manche Familie hatte deswegen schon einige Schwierigkeiten mit der Nachbarschaft. Guter Rat: Wenn Sie mit Güte nichts bei Ihrem Sprössling erreichen, so machen Sie einen schalldichten Raum Ihrer Wohnung zum Kinderzimmer und lassen Sie ihn dort schreien und toben.
Sie müssen sich damit abfinden, dass ein Widder-Kind wild und stürmisch ist. Es klettert schon früh in Nachbars Garten und auf die höchsten Bäume. Leider stellt es sich dabei häufig recht ungeschickt an. Bereits im zartesten Alter blühen ihm blaue Flecke und blutige Risse. Aber der kleine Widder ist nicht dumm, er denkt mit: Wenn er sich einmal die Finger an der kochenden Schokoladecreme verbrannt hat, wird er nicht noch einmal sein Händchen in die heiße Brühe stecken.
In der Schule dürfte es selten Schwierigkeiten mit ihm geben, aber nur zu gerne lassen Widder-Kinder ihre Hausaufgaben liegen. Geduld ist nicht gerade ihre Stärke. Daher beginnen sie viele Dinge mit Begeisterung, sind mit Feuereifer bei der Sache, bringen jedoch das Wenigste zu Ende. Die beste Methode, den kleinen Wilden bei der Stange zu halten: Ihn zu loben und wieder zu loben. Dafür ist er sogar bereit, seine Hausaufgaben zu erledigen.
So wie das Aprilwetter sind die lieben Kleinen recht unbeständig: Einmal leben sie frisch vergnügt in den Tag hinein, dann wieder sind sie mutlos und niedergeschlagen. Aber alles in allem sind die Widder-Kinder freundliche und liebenswerte Geschöpfe, die jedoch eine starke Hand und eine konsequente Erziehung brauchen.