Dieses Sternzeichen ist ebenso eigenwillig und exzentrisch wie der Himmelkörper, der ihm zugeordnet ist: Uranus, der sich als einziger Planet rückläufig um seine Rotationsachse dreht. Auch Wassermann-Geborene befinden sich immer in Antistellung, sozusagen in Gegenbewegung. Sie sind geborene Revolutionäre, die bereit sind für ihre Lebensideale mit allen Mitteln zu kämpfen. Dabei sind sie die freundlichsten Menschen unter dem Sternenzelt. Sie würden nie jemanden unterdrücken oder ausnützen. Sie interessieren sich fast mehr für andere als für sich selbst. Sie nehmen an allem Anteil, was ihre Mitmenschen bewegt.
Das mag wohl auch der Grund sein, warum Wassermänner so viele Freunde haben. Nur unterordnen können sich die Menschen dieses Sternzeichens nicht. Sie wollen frei sein, koste es was es wolle. Das geht meistens zu Lasten einer funktionierenden Partnerbeziehung. Kaum jemand kann einen Wassermann wirklich an sich binden. Man kann ihn nur einigermaßen bei der Stange halten, wenn man ihm kleinliche Probleme vom Leibe hält. Denn ein Wassermann misst allen materiellen Dingen nicht die geringste Bedeutung bei. So ist er heilfroh, wenn sich jemand um die lästigen, alltäglichen Belange kümmert.
Das ist auch die Ursache, warum man ihn häufig in familiären und häuslichen Lebensumständen findet. Auch sein Hang zum Vereinswesen, das eine starke Faszination auf ihn ausübt, steht im krassen Widerspruch zu seinem Freiheitsdrang. Allerdings wird er sich nur einer Vereinigung anschließen, die für Menschenrechte, für die Freiheit oder für revolutionäre Ideen eintritt. Wassermann-Geborene denken viel nach. Sie horchen in sich hinein, wenn sie einem Geheimnis auf der Spur sind. Unerklärliches zu enträtseln ist ihre Lebensaufgabe.
Der Wassermann ist das Zeichen ewiger Jugend. Daher kommt das Phänomen, dass viele Wassermann-Frauen auch in älteren Jahren noch unglaublich jugendlich wirken. Das wird noch durch ihr Outfit betont. Bis ins hohe Alter haben sie ein Faible für extravagante Kleidung, verrückte Frisuren und auffallenden Schmuck. Sie wollen der Welt zeigen, dass sie etwas Außergewöhnliches sind.
Sie haben viel Herz zu verschenken, aber mit tiefen Gefühlen halten sie sich zurück. Häufig zeigt der Charakter des Uranuskindes zwei sehr unterschiedliche Seiten: Einmal sinnliche Hingabe und dann wieder kalte Ablehnung. Madame Wassermann ist ziemlich unberechenbar. Wer die Abwechslung liebt, bekommt von ihr eine Menge geboten. Sie ist zu jedem Schabernack bereit, aber mitten im Geschehen überlegt sie es sich wieder und spielt die ernste würdige Dame. Aber im Grunde ist sie ein lustiges, liebenswertes Wesen, das nur einen Fehler hat: sie ist über die Maßen rechthaberisch. Einer ihrer schönsten Züge: Sie hat Humor und kann über sich selbst lachen. Allerdings mag sie es gar nicht, wenn andere sich über sie lustig machen.
Eine Wassermann-Eva stellt hohe Ansprüche an sich und an ihren Geliebten. Die Suche nach dem idealen Partner treibt sie von einem Liebeserlebnis zum anderen, wobei sie bevorzugt die Rolle der Eroberin übernimmt. Das bringt ihr ungerechterweise häufig den Ruf einer Männer fressenden Emanze ein. In der Partnerschaft spielt sie ungern die treu sorgende Eva am heimischen Herd. Sie legt größten Wert auf Gleichberechtigung – sei es im Beruf, in der Freizeit oder im Liebesleben. Um zum Erfolg zu kommen, bedient sie sich hemmungslos ihrer weiblichen Waffen. Die Wassermann-Frau hat einen stark entwickelten Schönheitssinn und eine lebhafte Phantasie. Deshalb ist sie in künstlerischen Berufen gut aufgehoben. Auch in anderen Tätigkeiten wird sie sich bewähren, wenn sie nur ihre Bewegungsfreiheit behält. Kommandieren lässt sie sich nicht.